§ 18 DO/ÖBV ein Maulkorberlass im Basketballsport

Kategorie: News Veröffentlicht: Mittwoch, 18. Januar 2017

Wieder eine systemautoritäre Reaktion des Basketballverbandes auf eine unerlaubte öffentliche Kritik durch den ABL-Spieler Florian Trmal in einem SKY-Spiel am 29.12.2016. Dieser hatte das Verhalten der Schiedsrichter kritisiert, deren Verhalten und Entscheidungen zu einem Schaden des Basketballsports in Österreich führen. Der Basketballverband hat den Spieß umgedreht und einen Schaden in der Öffentlichkeit durch die Äußerung von Trmal gesehen und sich selbst beleidigt gefühlt. Ein entstandener Schaden durch Trmal in der Öffentlichkeit konnte weder konkretisiert noch quantifiziert werden, aber Trmal wurde zu einer Sperre von vier Wettspielen verdonnert.
Kurios in dieser Angelegenheit ist, dass Trmal mit seiner Äußerung über 23.000 ”Klicks" auf Facebook erhielt, und ein SKY-Experte meinte wörtlich: „In jeder Liga wird so eine Aussage bestraft. Für mich wäre es deutlich besser für den Sport, wenn die Schiedsrichter besser verstünden - das werfe ich ihnen jetzt einfach mal so vor -, dass sie mit einer Nebenrolle versehen sind. Die Schiedsrichter sind für die Spieler da, nicht für sich. Niemand erwartet fehlerlose Leistungen, nicht einmal die Spieler, aber das Auftreten, die Kommunikation ist ein Feld, in dem die österreichischen Schiedsrichter sehr viel aufzuholen und zu verbessern haben.“ [zitiert], und ein Jurist empfielt, diese Unverträglichkeit des § 18 mit einer demokratischen Verfassung bis vor den Europäischen Gerichtshof einzuklagen.
Welche Einsicht zeigt schließlich der Basketballverband? Präsident Schreiner wird sich dafür einsetzen, derartige Delikte mit Geldstrafen zu ahnden [zitiert]. Als Zielgruppe meinte er hoffentlich Schiedsrichter und Verbandskollegen, die ja Quelle für eine Schadensbemessung im Basketballsport sind…
hg18.1.2017

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