QUIZ Ausgabe # 04 zur Psychologie im Basketball

Kategorie: News Veröffentlicht: Freitag, 11. März 2016

Nach einiger Zeit wieder einige Testfragen zum Coaching im Basketball:

 

10
Der eigentliche Unterschied zwischen Technik und Taktik ist ein rein chronologischer:
Über die Zeit hinweg wird durch ständiges Training die Taktik dann von selbst zur Technik.
❏  stimmt
❏  stimmt nicht
❏  weiß nicht

11
Sie übernehmen als Trainer einen Spieler und erkennen an diesem technisch falsch angelernte Bewegungen, die Sie ausbessern wollen. Wie tun Sie das am besten?
❏  ihn gewähren lassen
❏  ”falsche” Bewegung ausschleifen lassen
❏  die ”technisch" richtige Bewegung erklären

12
Ein Spieler, von dem Sie wissen, dass er sich gerne vor Verantwortung drückt, Konfrontationen gerne aus dem Weg geht und immer Entschuldigungen vorbringt, gibt bei einer bevorstehenden härteren Konditionsübung im Training vor, dass ihm der Fuß weh tue…
Als Trainer glauben Sie zwar nicht wirklich an seine Wehwehchen, daher
❏  lassen Sie ihn mit dem Training aufhören.
❏  gehen Sie auf sein Leiden ein, um ihn so doch zur Übung motivieren zu können.
❏  stellen ihn selbst vor die Entscheidung, aufzuhören oder weiter zu trainieren.
❏  machen sie ihm klar, wie schade es ist, dass er so wehleidig er ist.

Antworten dazu:

ad 10
Stimmt, denn je nach emotionaler Besetzung werden Willkürbewegungen früher oder später in das Extrapyramidalmotorische Nervensystem übernommen. Damit werden vorerst bewusste Bewegungen nun automatisiert, laufen mitbewusst quasi von selbst ab und machen damit das Großhirn frei für neue willkürliche Bewegungsformen.

ad 11
Diesen Spieler ”gewähren zu lassen" wird unmittelbar in einem Wettkampf gegeben sein, um ihn nicht zu verunsichern.
Im Training muss die sogenannte ”technisch richtige" Bewegung neu erlernt werden. Das bedarf Geduld, denn die neue Bewegung wird nur langsam zu tragen kommen und die alte Bewegung ersetzen können. Nur die neue Bewegung zu erklären ist zu wenig, sie muss auch wiederholt geübt werden!

ad 12
Es kommt hier die Frage hinzu, ob es sich um einen reifen oder psychologisch unreifen Spieler handelt. Nach dem Modell der ”Situativen Führung" von Paul Hersey & Kenneth Blanchard (1977) ist ein ”reifer” Sporter fähig (er hat das notwendige Wissen, Können und die Erfahrung), und er ist willig (ist bereit, motiviert, vertrauensvoll); hingegen fehlt dies einem Sportler mit niedrigem Reifegrad; doch davon ein andermal…
Eine allgemein gültige Antwort bleibt offen. Wenn wir nun von einem Spieler mit hohem Reifegrad ausgehen, dann stelle ich als Trainer ihn vor dessen eigene Entscheidung. Wahrscheinlich werde ich ihn später dann die Konditionsübung nachmachen lassen.
Bei einem Spieler mit geringem Reifegrad kann autoritäres Verhalten des Trainers mit einer ”direktiven” Unterweisung durchaus erfolgreich sein. Fehlt dem Spieler nur die Fähigkeit, so versuche ich als Trainer, ihm diese Übung zu verkaufen (”selling”), hingegen fehlt ihm die Motivation, dann muss ich als Trainer hier Anteilnahme zeigen (”participating”). Spieler mit einem mittleren Reifegrad verlangen somit einen demokratischen Führungsstil (”selling” bzw. ”participating”) gemäß diesem Modell.

 

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