Schiedsrichter disqualifizieren Spieler - Wer disqualifiziert Schiedsrichter?

Kategorie: News Veröffentlicht: Donnerstag, 11. Februar 2016

Die Antwort ist schnell gegeben: Schiedsrichter disqualifizieren sich zumeist selbst!

 

Während Spieler mit Konsequenzen rechnen müssen, bleiben Schiedsrichter da ungestraft und werken weiter wie zuvor. Da hackt keine Krähe der anderen ein Auge aus. Die Psychologie des Schiedsrichterns agiert heute noch wie auf einem nicht gepflügten Feld. Das Regelwerk gilt als Bibel und da hat die Psychologie leider nichts verloren. Wie bei der Vertreibung aus dem Paradies, so urteilen daher Schiedsrichter „Hast du die verbotene Frucht genossen, so will ich dich in meinem Reich nicht mehr haben“. Dieses Reich besteht aus verliehener Macht, um ein von selbigen Typen erdachtes Regelwerk umsetzen zu müssen. Die Motivation eines Schiedsrichters darf hierbei nicht angetastet werden, um ihn nicht bloß zu stellen oder gar zu beleidigen.
So zuletzt gesehen bei dem ABL-Spiel am 7.2.2016 zwischen Lions Traiskirchen und Oberwart Gunners. Dazu holt sich das ÖBL-Schiedsrichterreferat zwei Schiedsrichter aus der Slowakei, weil diese ja besser wären als unsere aus Österreich. Dies glaubt zwar eh niemand, aber man kann es ja probieren. Mir sind die Namen dieser beiden Schiedsrichter nicht bekannt, bloß Markus Sorgo als Österreicher war mit von der Schiedsrichter-Crew. Aus psychologischer Sicht war er auch der einzige des Triumvirats, der Besonnenheit und Kontenance bewies, während die beiden Ausländer mehr Überheblichkeit und Hilflosigkeit demonstrierten. Es ist peinlich und ärgerlich zusehen zu müssen, wie die beiden angeheuerten Slowaken das Wesentliche eines Basketballspiels nicht erkennen, und einmal so, dann so entscheiden, ihnen hier eine gemeinsame Linie fehlt und zuletzt dann in der heikelsten Situation total daneben sind.
Es geschah im dritten Viertel nach rund drei Minuten. Am Video kann jedermann verfolgen, wie Oberwarter-Spieler Nummer 9 leicht gefoult wird, stattdessen aber mit Schrittfehler bestraft wird. Er reklamiert, spielt weiter, jedoch sein Gehirn hat diesen Fehler des Schiedsrichters nicht vergessen. Eine Minute später kommt es zu einem Reboundkampf, wobei der Ball am Boden rollt und zwei Spieler um den Ball streiten. Jetzt kann sich dieser Oberwarter Spieler revancieren, umklammert den gegnerischen Lions-Spieler Nummer 12, der darauf den Oberwarter in den Schwitzkasten nimmt. Die kurze Rangelei wird durch die herbeieilenden Spieler gestoppt und aufgelöst. Nun aber bringen sich die beiden Slowaken ins Spiel und heucheln ihr Pflichtbewusstsein. Zwar hat es keine wirklichen Ausschreitungen gegeben, aber deren Moral verlangt Konsequenzen. Der erste Schiedsrichter berät sich kurz mit seinem slowakischen Kollegen, der anscheinend hilflos daneben steht, die Arme verschränkt hält und sich das Kinn kratzt. Der österreichische Schiedsrichter Sorgo wird gar nicht einbezogen, sondern der Slowake schließt als erster Schiedsrichter beide Kontrahenten kurzerhand aus. So tritt er unnötig in den Mittelpunkt des Geschehens, heuchelt sein Hochhalten der sportlichen Moral, wobei er jegliches Feingefühl für die entstandene Situation missen lässt, für eine Situation, die durch seine vorherigen Entscheidungen er selber hat so weit kommen lassen. Dies wird ein Schiedsrichter seines Kalibers wahrscheinlich nie verstehen, da er nicht die Psychololgie, sondern nur das Regelbuch eines Basketballspiels im Kopf hat.
Wie hätte ein weiser Schiedsrichter sich daher besser verhalten können? Wären die Ursachen für die Konfrontation der beiden Spieler von Lions und Oberwart gar nicht so provoziert worden, abgesehen davon, in einer kleinen Rangelei beider Spieler ließe ich als Schiedsrichter die beiden Spieler zu mir kommen, um - quasi vergleichbar mit einer Diversion - beurteilen zu können, ob die beiden Spieler wieder bereit sind, sportlich fair weiterspielen zu können. Ist dies erkennbar, so hätte ich dies mittels eines Handshakes beider Spieler gefestigt und die Situation mit je einem unsportlichen Foul der Spieler belassen.
So aber überzog der slowakische Schiedsrichter seine Regelauffassung. Die Empörung der Mannschaften und im Publikum über das dumme Verhalten des slowakischen Schiedsrichters war riesig. Man will doch die Spieler am Spielfeld sehen, nicht aber unqualifizierte Schiedsrichter. Da nun aber niemand diesen unqualifizierten Schiedsrichter disqualifizieren wird, hat er sich bloß selbst disqualifiziert - zumindest bei den Beobachtern. Aus österreichischer Sicht hoffen wir ihn hier nicht mehr erleben zu müssen. Scheinbar ist das ehemalige Ostblocksystem auch noch immer im Sport verpflanzt. Was bleibt ist die Hoffnung…
hg 11.2.2016

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