QUIZ Ausgabe #02 zur Psychologie im Basketball

Kategorie: News Veröffentlicht: Montag, 23. November 2015

Hier die Fortsetzungsserie mit drei weiteren Fragen:

 


04
Dem Satz “Ein Erfolg zieht viele Misserfolge nach sich.”  
❏  stimmst du zu,      ❏  stimmst du nicht zu,    ❏  weiß nicht

05
Rangreihe folgende drei Begriffe hinsichtlich der Wichtigkeit für den Erfolg eines Trainers bzw. Coach:
a) seine Beliebtheit ………,  b) seine Tüchtigkeit ………,  c) seine Mächtigkeit ………

06
Der ideale Trainer braucht ein hohes Maß an analytischem Denkvermögen, der ideale Coach hingegen viel mehr situatives Gespür.
❏  stimmt          ❏  stimmt nicht          ❏  weiß nicht


Antworten dazu:

ad 04
Diesem Satz kann man zustimmen, wenn man folgendes bedenkt. Ein Erfolgt festigt bloß eine Verhaltensweise und wird sie in einer ähnlichen Situation wiederholen wollen. Dadurch entsteht mangelnde Flexibilität für andere Lösungsmöglichkeiten. Weiters besteht die Gefahr, dass ein Erfolg auch negative Konsequenzen nach zieht, wie Missgunst und Neid, Leichtfertigkeit, Hochmut im sozialen Bereich, etc. Es ist wert, darüber nachzudenken…

ad 05
Amerikanische Untersuchungen zum Führungsverhalten und im Sportbereich bestätigen diese Reihenfolge: Beliebtheit des Trainers hat das meiste Gewicht für seinen Erfolg, danach seine Tüchtigkeit und erst dann seine Mächtigkeit. Beispielsweise wird man zwar einer sehr mächtigen Führungspersönlichkeit folgen, aber ihr diesen Erfolg nur ungern gönnen. Verhaltensweisen aus Angst heraus bringen wenngleich konstante Minimalleistungen, niemals jedoch Spitzenleistungen!

ad 06
Die Hemisphärentheorie zu den Funktionsweisen der linken und rechten Gehirnhälften lassen diesen Schluss zu. Der Trainer hat vor allem Zeit für Planung seiner Trainingseinheit, er reiht Übung nach Übung logisch aneinander, wägt Vorteile und Nachteile gegeneinander ab, bereitet seine Argumente vor, beschäftigt sich mit Statistiken, etc. All dies sind Tätigkeiten der linken Hemisphärendominanz.
Der Coach entscheidet mehr spontan, orientiert sich im Raum des Geschehens, erkennt intuitiv Situationen, tut sich dann auch nicht leicht in der Argumentation, braucht viel Gespür für seine Entscheidungen, Plausibilität ist ihm wichtiger als Logik, er sucht das Wesentliche zu finden, etc. All dies sind Tätigkeiten der rechten Hemisphärendominanz.
Interessant ist dabei auch die Affinität zur Körperbautypologie nach Ernst Kretschmer‘s Leptosomen (mehr linke Hemisphärendominanz) gegenüber Pykniker (mehr rechte Hemisphärendominanz), oder auch zu William Sheldon‘s Typologie (ektomorph gegenüber endomorph).

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